Fragen & Antworten

Prüfungsaufbau

Die Prüfung besteht aus drei Teilen A, B und C; in diesen werden insgesamt sechs sogenannte "Handlungsbereiche" in Gestalt schriftlicher "Situationsaufgaben" geprüft. Sofern die Klausuren aus den Prüfungsteilen A und B bestanden sind, liegt die Zulassungsvoraussetzunge für den Teil C vor, der aus einer Präsentation und einem daran anknüpfenden Fachgespräch besteht.

Der Prüfungsteil A beinhaltet zwei schriftliche Klausuren zu den Handlungsbereichen

  • Erstellen einer Kosten- und Leistungsrechnung und zielorientierte Anwendung
    und
  • Finanzwirtschaftliches Management

In den vorgenannten Handlungsbereichen ist jeweils eine 120-minütige schriftliche Klausur zu absolvieren; die beiden Arbeiten sind am ersten Prüfungstag zu fertigen.

Der Prüfungsteil B beinhaltet vier Handlungsbereiche, die ebenfalls in Gestalt schriftlicher Klausuren geprüft werden:

  • Erstellen von Zwischen- und Jahresabschlüssen und des Lageberichts nach nationalem Recht
    (Dauer: 240 Minuten; Klausur wird am 2. Prüfungstag geschrieben);
  • Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Standards
    (Dauer des obligatorischen Grundlagenteils: 90 Minuten; Klausur wird am 3. Prüfungstag geschrieben; Dauer des nur auf teilnehmerseitigen Antrag abzulegenden Hauptteils: 120 Minuten; Klausur wird ebenfalls am 3. Prüfungstag geschrieben);
  • Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre
    (Dauer: 180 Minuten; Klausur wird am 4. Prüfungstag geschrieben);
  • Berichterstattung, Auswertung des Zahlenwerkes für Managemententscheidungen
    (Dauer: 90 Minuten; Klausur wird ebenfalls am 4. Prüfungstag geschrieben).

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Im Handlungsbereich "Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Standards" kann die Prüfung bis zum 31. Dezember 2020 auf den Grundlagenteil und damit auf eine 90-minütige Klausur beschränkt werden. Auf Antrag des Prüfungsteilnehmers erfolgt die Prüfung auch im Hauptteil, der aus einer 120-minütigen schriftlichen Situationsaufgabe besteht. Auf dem Zeugnis wird ausgewiesen, ob lediglich der Grundlagen- oder auch der Hauptteil der Prüfung erfolgreich absolviert und damit die berufliche Handlungsfähigkeit dokumentiert wurde.

Wurden im Prüfungsteil A und im Prüfungsteil B jeweils nicht mehr als eine mangelhafte Leistung (30 bis 49 Punkte von 100 maximal erreichbaren Zählern) erbracht, ist jeweils darin eine mündliche Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer oder mehrerer ungenügender Leistungen besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung dauert je Handlungsbereich maximal 20 Minuten; deren Ergebnis wird mit der schriftlichen Prüfungsleistung zu einer Note zusammengefasst; dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfung doppelt gewichtet.

Die Zulassung zum Prüfungsteil C erfolgt, sobald die Prüfungsteile A und B erfolgreich abgeschlossen wurden. Der C-Teil gliedert sich in eine Präsentation und ein daran anknüpfendes Fachgespräch. Der Prüfungsteilnehmer wählt aus zwei Aufgabenstellungen eine Aufgabe aus, die einen Auftrag zur Berichterstattung enthält. Im Verlaufe des Fachgespräches sollen allerdings auch die Handlungsbereiche "Erstellen von Zwischen- und Jahresabschlüssen und des Lageberichts nach nationalem Recht" und "Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Standards" thematisiert bzw. soll das Gespräch unter Berücksichtigung dieser Bereiche geführt werden.

Die Präsentation dauert maximal 15 Minuten, das anschließende Fachgespräch nicht länger als 30 Minuten. Vor Beginn der Präsentation wird dem Prüfungsteilnehmer eine 30-minütige Vorbereitungszeit gewährt.

Eine Teilprüfung durch ein Vorziehen des Prüfungsteils A ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich (z. B. dann, wenn die notwendige Berufspraxis bereits zum Zeitpunkt der ersten Teilprüfung vorliegt und die prüfende Industrie- und Handelskammer Prüfungen zweimal jährlich - im Frühjahr und im Herbst - durchführt, was nicht bei allen Kammern der Fall ist).